Vielen todkranken Kindern könnte geholfen werden

Erschreckende Ergebnisse im neuen UNICEF-Report: Vielen todkranken Kindern könnte kostengünstig geholfen werden

Ein aktueller UNICEF-Report bringt erschreckende Ergebnisse zutage: Vergleichsweise kostengünstig und wirksam behandelbare Krankheiten wie Durchfall und Lungenentzündung kosten jährlich 1,4 Millionen Kinder das Leben. Sie fordern damit mehr Tote, als alle anderen gefährlichen Kinderkrankheiten zusammen. Betroffen sind vor allem aus armen Familien in Südasien und Afrika. Die Haupttodesursache bei Säuglingen und Kindern unter fünf Jahren ist Lungenentzündung. Durch die gefährliche Krankheit starb im vergangenen Jahr durchschnittlich alle 35 Sekunden ein Kind – und jeder zweite Sterbefall von Lungenentzündung bei Kindern wird durch Luftverschmutzung verursacht. „Zwei Milliarden Kinder leben in Gebieten, in denen die Luftverschmutzung höher ist, als internationale Richtlinien vorschreiben“, erklärte Fatoumata Ndiaye, stellvertretende Direktorin von UNICEF, in einer aktuellen Pressemitteilung. Zu dieser tragen auch Kochen und Heizen mit Holz und Kohle in Innenräumen einen großen Teil bei.

Bereits einfache Maßnahmen reduzieren Kindersterblichkeit

Doch der UNICEF-Report „One is Too Many: Ending Child Deaths from Pneumonia and Diarrhoea“ zeigt auch: Durch kostengünstige Maßnahmen könnten viele der Kinder gerettet werden. Schon eine bessere medizinische Grundversorgung, eine Reduzierung der Luftverschmutzung in Räumen und kontinuierliches Stillen könnten die Auswirkungen auf die Kindersterblichkeit erheblich reduzieren.

Auch Durchfallerkrankungen fordern jährlich zahlreiche Leben: Sie werden hauptsächlich durch mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser verursacht und könnten sich durch immer häufiger auftretende Wetterextreme wie Überschwemmungen oder Dürren zunehmend gefährlich ausbreiten. Auch hier stünden effektive und schnelle Behandlungsmethoden wie Trinklösungen aus Glucose, Kochsalz und Elektrolyten zur Verfügung. Deshalb fordern viele internationale Organisationen, darunter auch UNICEF, die führenden Regierungen auf, vermehrt in die Gesundheitsversorgung und Prävention zu investieren und sich zu einer Reduzierung der Luftverschmutzung zu verpflichten – auch auf globaler Ebene. Denn die Sterbefälle haben laut der stellvertretenden UNICEF-Direktorin Fatoumata Ndiaye auch einen relativ großen Einfluss auf die weltweite Kindersterblichkeitsrate: 62 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren leben in diesen Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen.

Seit dem Jahr 2000 sind weltweit fast 34 Millionen Kinder an Lungenentzündung und Durchfall gestorben, dabei finden bereits 80 Prozent der Sterbefälle durch Lungenentzündung in den ersten zwei Lebensjahren statt, 70 Prozent bei den Durchfallerkrankenerkrankungen. Laut Schätzungen von UNICEF könnten die Krankheiten schon bis 2030 zusätzliche 24 Millionen Kinderleben fordern, wenn nicht Hand in Hand dagegen angegangen wird.

So können Sie helfen

Auch Sie können helfen, die Kinder in den betroffenen Gebieten zu schützen und ihnen eine lebenswerte Zukunft zu schenken. Entweder in Form einmaliger Sach- oder Geldspenden oder in Form einer dauerhaften Patenschaft.

UNICEF setzt sich mit Hilfsprojekten für die ärmsten und am stärksten benachteiligten Kinder in fast jedem Land der Welt ein. Durch Spenden für Kinder können Sie gezielt verschiedenste Projekte mit unterschiedlichsten Schwerpunkten weltweit unterstützen. Auch eine zweckungebundene Spende ist möglich. Hier entscheidet UNICEF selbst, wohin die Gelder gehen, was gerade in chronischen Krisenregionen und Langzeitkonfliktsituationen unerlässlich sein kann. Denn nicht jede akute Notsituation steht im Blickpunkt der Öffentlichkeit – und manchmal brauchen Kinder schnelle Hilfe, jetzt und sofort. Spenden Sie Geld für Familien-Hygiene-Sets für Notsituationen, Wasserreinigungstabletten oder Unterrichtsmaterialien oder ohne Verwendungszweck einfach und direkt dort, „wo es am nötigsten ist“. So unterstützen Sie Hilfsorganisationen und betroffene Familien durch einfache Maßnahmen, an besseren medizinischen und hygienischen Verhältnissen zu arbeiten – und retten Kinderleben.

Pate werden, Zukunft schenken

Statt einer einmaligen Spende können Sie sich auch für eine langfristige Patenschaft entscheiden und so Ihren Beitrag zur Bekämpfung von gefährlichen Kinderkrankheiten leisten. Denn bei UNICEF gibt es keine konkrete Einzelhilfe für ein bestimmtes Patenkind, Sie leisten mit Ihrer monatlichen Zahlung breitflächige Hilfe: UNICEF fördert mit den Spenden der Paten konkrete Hilfsprojekte in vielen armen Ländern und Kriegsgebieten. In Deutschland unterstützen bereits über 200.000 Aktive die weltweiten Programme durch ihre Kinderpatenschaft. Und bereits ab einem Beitrag von zehn Euro monatlich können auch Sie hier wertvolle Hilfe leisten. Mehr Informationen zur Patenschaft bei UNICEF.  Es gibt darüberhinaus auch viele weitere Organisationen, die eine Kinderpatenschaft vermitteln.

Mit kleinen Mitteln Kinderleben retten

Zusammenfassung: Der UNICEF-Report „One is Too Many: Ending Child Deaths from Pneumonia and Diarrhoea“ bringt erschreckende Ergebnisse zutage, doch weckt auch Hoffnung. Gefährliche Krankheiten wie Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung kosten zahlreiche Kinderleben, doch bereits durch einfache und vergleichsweise kostengünstige Maßnahmen kann vor allem Säuglingen und Kleinkindern geholfen werden – im Großen wie im Kleinen. Tragen Sie Ihren Teil dazu bei und schenken Sie Zukunft, in Form einmaliger Spenden oder einer regelmäßigen Patenschaft. Bereits Zugang zu sauberem Trinkwasser, eine medizinische Grundversorgung und einfachste Hygieneartikel können helfen, die Schätzungen der Todesfälle bis 2030 nicht wahr werden zu lassen und einen Teil der 24 Millionen Kinderleben zu retten.

Quellen:
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/ presse/2016/unicef-report- kinderkrankheiten/127258
https://www.unicef.de/blob/127260/ 728c481d8b323fe15e58244179f11087/ one-is-too-many-report-data.pdf

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