UNICEF: Initiative „No Lost Generation“ in Syrien

In Syrien ist die Kindersterblichkeit gestiegen, die Lebenserwartung gesunken

Die schlimmen Folgen des nun schon seit fünf Jahren andauernden Bürgerkrieges in Syrien zeigen sich nun auch in den harten Zahlen: Durch den Krieg in Syrien ist die Lebenserwartung der Menschen dort deutlich gesunken.

Bereits 2013 betrug die Lebenserwartung für neugeborene Jungen in Syrien 69 statt vorher 75 Jahre und für neugeborene Mädchen 75 statt vorher 80 Jahre. Im Vergleich dazu konnte man zwischen den Jahren 1990 – 2010  jedes Jahr noch einen Ansteig der Lebenserwartung um etwa drei Monate feststellen

Auch auf die Kindersterblichkeit wirkt sich der Konflikt aus. Während zwischen den Jahren 2000 und 2010 die Sterblichkeit von Kleinkindern in Syrien im Schnitt jedes Jahr um sechs Prozent gesunken sei, drehte sich diese Entwicklung seit Beginn des Krieges um. Die Kindersterblichkeit nahm jährlich um neun Prozent zu.

Laut Ali Mokad, von der University of Washington, dem Hauptautor der Studie, könnten  die gesundheitlichen Fortschritte von Jahrzehnten zunichtegemacht werden. Die Konsequenzen der durch die Konflikte zerstörten Infrakstruktu sind fatal: Millionen von Menschen leiden unter Wassermangel, schlechten hygienischen Bedigungen, sowie daraus resultierenden Infektionskrankheiten und Verletzungen. Viele Ärzte und Krankenpfleger sind geflohen.

Unicef Initiative -„No Lost Generation“

Das UNO-Hilfswerk UNICEF leistet mit über 600 Mitarbeitern sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern Jordanien, Libanon, Irak und Türkei umfangreiche Hilfe.

So werden beispielsweise Impfkampagnen organisiert und Menschen in Städten und Flüchtlingscamps mit Trinkwasser versorgt. Eine weitere Initiative ist die Einrichtung von Notschulen und Kinderzentren, sowie die Verteilung von Kinderkleidung oder Hygieneartikeln.

Es sind Schicksale, die bewegen, wie das des 14-jährigen Ahmad. Da er durch die Kämpfe zwei Jahre nicht mehr die Schule besuchen konnte, kann er gerade einmal seinen eigenen Namen schreiben. Damit seine Familie überlebt, verkauft er Zigaretten und Telefonkarten.

Jetzt Pate für Syrien werden und Kinder vor Ort unterstützen

Werden Sie aktiv und unterstützen Sie die rund zwei Millionen Kinder , die keine Bildung erhalten, weil die Schule zerstört wurde, weil Lehrer fehlen, der Schulweg zu gefährlich ist oder weil sie als Teenager verheiratet werden bzw. arbeiten müssen.

Eine Patenschaft für ein Kind kann in Syrien bei UNICEF allgemein übernommen werden. Eine Förderung von inidivuellen Kindern ist nicht möglich, da ein größerer Teil der syrischen Bevölkerung seit mehreren Jahren auf der Flucht ist und daher einzelne Personen an einem Ort oft gar nicht dauerhaft aufgefunden werden.

Von den Spendengeldern werden provisorische Schulen errichtet und die gesundheitliche Versorgung in den Camps gesichert. Neben UNICEF sind in Syrien noch eine Reihe von weiteren Organisationen aktiv, eine Aufstellung dieser finden Sie hier: Patenschaft Syrien. Finden Sie hier auch eine Übersicht aller Organisationen für eine Patenschaft Kind, auch außerhalb Syriens.

Quellen:
http://www.unicef.de
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ syrien-wie-stark-der-krieg-die- lebenserwartung-senkt-a-1109467.html

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