UNICEF: 50 Millionen Kinder haben kein Zuhause mehr

Die Flucht und Migration von Kindern zählt zweifelsfrei zu den größten Problemen unserer Gesellschaft. Im Rahmen eines umfassenden Reports hat UNICEF die aktuelle Situation zusammengefasst: Dabei geht es unter anderem um die wichtigsten Zahlen und Fakten sowie mögliche Lösungswege.

Die Fluchtursachen sind vielschichtig

Immer mehr Menschen fliehen wegen politischer Konflikte aus ihren Heimatländern. Kinder sind von dieser Problematik besonders stark betroffen: So ist laut Unicef die Hälfte aller Flüchtlinge unter 18 Jahre alt. Diese Altersklasse macht nur etwa ein Drittel der Weltbevölkerung aus, was diesen Aspekt zusätzlich unterstreicht. Des Weiteren steigt die Anzahl an Kindern, die ohne ihre Eltern und somit vollkommen auf sich allein gestellt fliehen. Neben Kriegen zählt auch die Gewalt durch Gangs sowie extreme Armut zu den häufigsten Fluchtursachen der Kinder und Jugendlichen. Hinzu kommen die schlechten Bildungschancen, die immer mehr Menschen zu Flüchtlingen machen. Nach Angaben von UNICEF haben Flüchtlingskinder aber nur selten gute Aussichten auf eine berufliche Perspektive: Dementsprechend fordert UNICEF von den Regierungen einen vereinfachten Bildungszugang für migrierte Kinder.

Die Chancen der Migration und was sich unbedingt ändern muss

UNICEF setzt sich für eine sichere und legale Migration ein, um Kinder vor Gewalt sowie Kriminalität zu schützen. Im Rahmen der UNICEF-Patenschaften wird Kindern somit weltweit geholfen. Die Analysen von Unicef ergaben, dass Migranten langfristig auch einen wirtschaftlichen Aufschwung bedeuten: Demzufolge füllen die Flüchtlinge Lücken im Arbeitsmarkt und tragen direkt zum Wirtschaftswachstum bei. Um den geflüchteten Kindern und Jugendlichen den Neuanfang im fremden Land zu erleichtern, stellt Unicef verschiedene Forderungen: Die Regierungen sollen zum Beispiel konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit umsetzen. Zudem gilt es die Inhaftierung von Kindern mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus zu verbieten. Werden Sie jetzt Pate und unterstützen Sie die Geflüchteten!

Quellen:
https://www.unicef.de/presse/2016/report-kinder-entwurzelt/121912
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/unicef-bericht-fluechtlinge-kinder-entwurzelt-bericht

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