Südsudan: Kinder in Sicherheit nach Plünderung

„Es ist schrecklich und sehr entmutigend, dass das Dorf geplündert und zerstört wurde. Leider können wir nicht dorthin zurück, denn die Sicherheitslage vor Ort lässt das nicht zu“, erklärt der Projekt-Koordinator der SOS-Kinderdörfer im Südsudan, Alberto Faid.

Zwei Evakuierungen der SOS-Kinderdörfer in kurzer Zeit

Im Juli 2016 musste ein SOS-Kinderdorf in Juba, der Hauptstadt des Südsudan, evakuiert werden.  Grund dafür war die immer wieder eskalierende Gewalt in dem ostafrikanischen Land. Über 100 SOS-Kinder lebten in dem Dorf aus Lehmhütten als Übergang für zwei Jahre, nun wurde es geplündert. Doch die gute Nachricht ist: alle Kinder und Mitarbeiter sind in Sicherheit meldet SOS-Kinderdörfer in einer Pressemitteilung.

Es ist bereits das zweite Mal, dass die Kinder und ihre SOS-Familien evakuiert werden mussten. Im März 2014 flohen 140 Kinder und 30 Mitarbeiter unter Lebensgefahr aus dem SOS-Kinderdorf in Malakal. Nachdem sie zunächst übergangsweise in Mietunterkünften untergebracht wurden, konnte Anfang 2015 endlich das neue SOS-Kinderdorf in Juba bezogen werden. Leider war die Freude über das SOS-Kinderdorf kurz, denn es folgte die nächste Evakuierung.

Das ostafrikanische Land ist vor fünf Jahren unabhängig geworden, seitdem kommt es immer wieder zu bewaffneten Konflikten. Die Unabhängigkeit vom Sudan stiftete zunächst Hoffnung, da so ein mehr als 20-jähriger Bürgerkrieg beendet wurde. Doch zwei Jahre danach trieb ein politischer Machtkampf drei Millionen Menschen auf die Flucht. Nach einem unterzeichneten Friedensvertrag, kommt es seit Juli 2016 wieder erneut zu Kämpfen.

SOS-Kinder aus Juba kehren zur Normalität zurück

Die Organisation hat in einem sicheren Stadtteil von der südsudanesischen Hauptstadt Juba zwei Häuser gemietet, um die Kinder und Mitarbeiter unterzubringen. „Vier Monate nach der Evakuierung ist nun endlich ein bisschen Normalität eingekehrt“, erklärt Alberto Faid. Die Kinder und SOS-Familien bekommen Kleidung, medizinische und vor allem psychologische Betreuung. Nun können die Kinder wieder eine Schule besuchen. Nach einer permanenten Lösung wird zurzeit noch gesucht. Möglicherweise können die Überreste des zerstörten Kinderdorfes in Juba als Baumaterial für eine neue Unterkunft in einem sicheren Teil der Stadt genutzt werden.

Unterstützen Sie ein Kind im Südsudan: Plan International, UNICEF und SOS-Kinderdörfer bieten Patenschaften an. Patenvergleich hat alle bestehenden Anbieter von Patenschaften neutral und objektiv bewertet. Eine Übersicht der Ergebnisse finden Sie hier: Patenschaft Kind im Vergleich.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedsudan -taumelt-in-den-buergerkrieg-lage-in-juba-eskaliert -a-1102285.html; http://www.sos-kinderdoerfer.de/presse/ pressemitteilungen/nach-evakuierung-sos- kinder-in-juba-in-sicherheit;

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