Kinder in Rio werden obdachlos durch Olympische Spiele

Vertreibung im Schatten der Olympischen Spiele

Während die Olympischen Spiele in vollem Gange sind, weiß ein Teil der Familien Rios nicht mehr wohin. Ihre Häuser wurden zugunsten der Neubauten des Olympischen Dorfes, aber auch vieler Sportanlagen, einfach abgerissen. Favelas, die Viertel der Ärmsten, wurden mit Polizei gestürmt und teilgeräumt.

Reporter rund um die Welt berichteten, aber so ganz kommt das Vorgehen nicht in der Öffentlichkeit an. Gerade Kinder mussten unter den undemokratischen Machenschaften leiden. Sie verloren ihr Zuhause für Anlagen, die in wenigen Jahren verfallen, oder zur Immobilienspekulation freigegeben sein werden. Die neuen Wohnungen können sich die Einheimischen nicht leisten.

Bündnis „Rio bewegt.Uns.“ für mehr Nachhaltigkeit

Das Bündnis „Rio bewegt.Uns.“ ruft zu Nachhaltigkeit auf. Baumaßnahmen rund um sportliche Großereignisse müssten im Einklang mit den Sozial- und Umweltbedingungen durchgeführt werden. Neben „Kinder in Rio“ sind katholische Träger und der Deutsche Olympische Sportbund, so wie der Deutsche Behindertensportverband dabei. Die Maßnahmen widersprächen den Grundsätzen des IOC heißt es von Seite der Kampagne.

Kinder in Armut und Elend – jetzt mit Patenschaft helfen

Der Verein „Kinder in Rio“ kümmert sich seit 1967 um die Rechte der Kinder in den Favelas (Armenviertel) rund um Rio de Janeiro. Zu den Olympischen Spielen 2016 wurde das Aktionsbündnis „Rio bewegt.Uns.“ ins Leben gerufen. Der Verein ist einer der 20 Partner der Kampagne.

„Kinder in Rio“ macht in seinem Sommerbrief auf die Umstände aufmerksam, unter denen ihre Schützlinge am Rande der Stadt leben müssen. Hygiene, Bildungsmöglichkeiten und Nahrungsversorgung sind hier mangelhaft. Das Treiben rund um das Aushängeschild Olympia hat die Situation nur verschärft. In der Kita „Pintinho Dourado“ etwa unterstützt der Verein seit 15 Jahren rund 40 Kinder. Mit der Betreuung, gesundheitlichen Versorgung und Unterstützung auf dem Weg zur Schullaufbahn wird den brasilianischen Kindern ein Stück Zukunft geschenkt.

Kinder in Rio ab 25 Euro pro Monat unterstützen

Bereits ab 25 Euro im Monat können Paten ein Kind unterstützen. Der Betrag deckt in Rio nur einen Bruchteil der Kosten,weswegen mehrere Paten pro Kind zugeordnet werden. Patenkind oder -familie können Briefkontakt halten und Geschenke empfangen. Durch Ihre Spenden schafft „Kinder in Rio“ seit fast fünfzig Jahren das, was die brasilianische Regierung mit den Bemühungen um eine Olympiade im eigenen Land nicht zustande brachte. Der Verein unterstützt die Familien mit einer Patenschaft für ein Kind so weit, dass auch alleinerziehende Mütter im Stande sind, ihre Familie zu ernähren und die Kinder auf eine Schule zu schicken. Damit die Situation nach Olympia nicht schlimmer ist, als vor den Spielen mit weltweiter Beachtung.

Quelle Foto: https://www.flickr.com/photos/eflon /4878814225/in/photolist-5UvhM6-FVxe7e -ii6hW1-dZZkSX-dZZkMV-FN45u9- 4AGX5x-8r8cuD-77HkBB-77McwW
Quelle Artikel: http://www.wn.de/Sport/Weltsport/2346354 -Olympia-2016-in-Rio-Armut-Gewalt- Kriminalitaet-der-traurige-Alltag-der-Favelas
https://www.kinderinrio.de/alle-beitraege/45-kinder -in-rio-sommerbrief

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