Kindernothilfe setzt Zeichen gegen Kinderarbeit

Kinderarbeit gibt es 168 Millionen Mal – Kindernothilfe setzt ein Zeichen dagegen:

Weltwelt arbeiten aktuell rund 168 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. Die Kindernothilfe setzt sich dafür ein, dass Kinderrechte eingehalten werden, Kinder altersgerecht aufwachsen können und Zugang zu Bildungsmöglichkeiten haben.

Um auf das Thema aufmerksam zu machen, setzte die Kindernothilfe am 9. Juni 2016 auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom ein Zeichen gegen Kinderarbeit. Gemeinsam mit TV-Moderatorin und Kindernothilfe-Botschafterin Shary Reeves entwarfen 100 Kölner Schüler drei Fotomosaike, die sie auf der Domplatte ausstellten. Die Bilder zeigen ein Smartphone, ein T-Shirt und eine Tafel Schokolade und setzen sich aus tausenden kleinen Fotos zusammen, auf denen schwer arbeitende Kinder zu sehen sind. Die Aktion steht unter dem Motto „Schau genau hin: Was steckt drin?“ und verdeutlicht, wie viele Waren durch Kinderarbeit hergestellt werden. Die Kindernothilfe möchte damit Menschen, die in wohlhabenden Ländern leben, dazu motivieren, Produkte aus fairer Produktion zu kaufen.

Kinderpatenschaften helfen gegen Kinderarbeit:

Eine Änderung des Konsumverhaltens ist jedoch nur ein erster Schritt. Auch die Bedingungen vor Ort müssen dringend verändert werden – mit einer Patenschaft bei der Kindernothilfe helfen Sie dabei. Meist sind Kinder wegen extremer Armut und mangelnder Bildungsangebote dazu gezwungen, arbeiten zu gehen. Auch in Krisengebieten ist Kinderarbeit weit verbreitet. Sie arbeiten beispielweise in der Textilindustrie, auf Plantagen, als Leibeigene oder in Minen. Die anstrengende und oft gefährliche Arbeit hinterlässt nicht nur seelische, sondern auch körperliche Wunden. Schmerzen, Verbrennungen, Knochenbrüche, Blindheit und Taubheit sind die Folge von ausbeuterischer Kinderarbeit. Rund 22.000 Kinder sterben jährlich bei Arbeitsunfällen.

Kindernothilfe an vorderster Front gegen Kinderarbeit:

Die Kindernothilfe setzt sich auf drei Kontinenten gegen Kinderarbeit ein: In Afrika engagiert sie sich in Äthiopien und Sambia. In Süd- und Lateinamerika setzt die christliche Hilfsorganisation Projekte in Bolivien, Peru und auf Haiti um. In Asien ist sie in Indien und Indonesien aktiv. Mit Ihren Spenden leistet die Kindernothilfe in den betroffenen Ländern Aufklärungsarbeit über die Schädlichkeit von Kinderarbeit, schafft Bildungsangebote für Kinder und stellt ihnen Schulmaterialien wie Bücher und Stifte zur Verfügung, die sich ihre Familien sonst nicht leisten könnten. Zudem werden berufsvorbereitende Kurse angeboten, in denen Jugendliche Handwerke oder Dienstleistungsberufe wie Bäcker, Altenpfleger oder Computerexperte erlernen. So sind sie später nicht auf schlecht bezahlte Hilfsjobs angewiesen. Ziel ist es, den Kindern langfristig ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Quellen:
https://www.kindernothilfe.de/kinderarbeit.html

https://www.kindernothilfe.de/%C3%9Cber+uns/ Presse/Pressemeldungen/Pressemitteilungen+2016/ Welttag+gegen+ausbeuterische+Kinderarbeit.html

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