Kinder besonders betroffen vom Klimawandel

Worldvision drängt auf Umsetzen von Klimaschutzzielen

2016 wird wahrscheinlich wieder Rekorde erzielen – leider keine guten, sondern Wetterrekorde.  Voraussichtlich wird 2016 als das heißeste je gemessene Jahr in die Klima-Geschichte eingehen.

World Vision: „Wir müssen schnell handeln“

„Wir müssen schnell handeln“, so Angeline Munzara, World Vision Expertin für Existenzsicherung und Nahrungsmittelsicherheit.“ Kinder haben am wenigsten zum Klimawandel beigetragen, sind aber diejenigen, die am meisten leiden. Es muss einen klaren Zeitplan geben, wie die Beschlüsse von Paris umgesetzt werden sollen. Diejenigen, die die Hauptlast des Klimawandels tragen, können nicht darauf warten, bis die Industrieländer ihre Emissionen eindämmen. Die Menschen, die am heftigsten von Wetterkatastrophen betroffen sind, tun bereits viel, brauchen aber dringend die Hilfe der reichen Staaten.“

Mit der Erderwärmung und dem Abschmelzen der Polkappen sowie dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels werden mehr unerwartete Wetterphänomene auftreten. Es werden mehr Überschwemmungen und Stürme verzeichnet. In den einen Regionen werden Ernten zerstört durch zu viel Regen, durch Überschwemmungen und Stürme. Auf der anderen Seite der Welt werden Dürreperioden immer häufiger und stärker als zuvor beobachtet.

Folgen des Klimawandels besondern von den Ärmsten der Armen zu spüren

Die Hauptverantwortung des Klimawandelns liegt bei den Industrieländern, doch die Folgen sind besonders in den ärmsten Ländern des globalen Südens zu spüren.

Munzara betont: „Die Ärmsten der Armen sind diejenigen, die besonders von Stürmen, Überflutungen oder Dürren betroffen sind. Sie sind besonders anfällig, da sie stark abhängig von einer funktionierenden und produktiven Landwirtschaft sind.“

Ein wichtiger Begriff in der Entwicklungspolitik in Zeiten des Klimawandels ist Resilienz. Resilienz bedeutet Widerstandskraft. Betroffene Regionen und Menschen müssen widerstandsfähiger werden gegen Unwetter.

Ohne Versicherungen und Rücklagen ist der Wiederaufbau nach einem Hurrikan oder einer Überschwemmung schwierig. Da viele Häuser nur aus Pappe und Blech bestehen, halten sie immer schwerer werdenden Unwettern nicht stand.

Klimaprojekte jetzt starten, z.B. Aufforstung nach der FNMR-Methode

World Vision fordert in einer Presseerklärung einen klaren Zeitplan für Klimaprojekte und deren zügige Umsetzung. Auf dem Klimagipfel in Marrakesch präsentierte World Vision verschiedene Projekte und Ansätze wie die Widerstandskraft der betroffenen Menschen gestärkt werden kann. Wichtig sind die Bereiche nachhaltige und umweltschonende Landwirtschaft, Agroforstwirtschaft oder Wiederaufforstung nach der FMNR-Methode (farmer managed natural regeneration).

Besonders betroffen sind die Kleinsten. Wenn Hochwasser, Wirbelstürme oder Dürren ihnen die Ernährungsgrundlage nehmen, ist die Entwicklung der Kinder gefährdet. In Notsituationen sind Kinder besonders schutzlos und auch nachdem Unwetter sind Kinder besonders anfällig für Krankheiten, die sich durch verschmutztes Trinkwasser aufgrund von Überschwemmung oder Sturm verbreiten.

Unterstützen Sie ein Kind mit einer Kinderpatenschaft.

Quelle: https://www.worldvision.de/presse/pressemitteilungen /2016/11/18/Klimakonferenz; https://www.kindernothilfe.de/klimawandel.html

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