Afrika: Auch nach El Niño keine Entspannung der Notlage

El Niño und die katastrophalen Konsequenzen für Kinder:

Klimaveränderungen und Wetterextreme wie der El Niño haben katastrophale Folgen, unter denen Kinder in armen Ländern am meisten leiden. Die aktuelle Lage ist katastrophal: Kinder im Süden und Südosten Afrikas leiden besonders an Hunger und Dehydrierung, was verstärkt zu Krankheiten führt. In den von der Dürre betroffenen Ländern häufen sich auf Grund der Notlage Schulabbrüche, Zwangsheiraten und Kinderarbeit. Zudem fliehen viele Menschen aus ihrer Heimat. Zu diesem Ergebnis kommt ein gemeinsamer Bericht der Kinderhilfsorganisationen World Vision, UNICEF und Plan International.

Auslöser für die Notlage ist das Klimaphänomen El Niño, das bereits im März 2015 begann und über ein Jahr lang anhielt. Doch die Folgen werden noch lange spürbar sein. El Niño führt zur Erwärmung des Meeres vor der Westküste Südamerikas und löst in vielen Regionen Orkane, Erdrutsche und Überschwemmungen aus. Da El Niño auch die Richtung der Passatwinde beeinflusst, wurde an der Ostküste Afrikas keine feuchte Luft vom Meer auf das Land geblasen. Die Folge ist eine extreme Dürre, die zu gravierenden Ernteausfällen führt. Betroffen sind vor allem Länder wie Äthiopien, Sudan, Südsudan, Malawi, Somalia und Simbabwe.

Mit der Studie wollten die Kinderhilfsorganisationen genauer untersuchen, wie sich die Katastrophe auf das Leben der Kinder auswirkt und wie man ihnen am besten helfen kann. „Wir denken immer, Wasser und Nahrung sind die wichtigsten Dinge“, sagt Rudo Kwaramba, die World Vision-Regionalleiterin für das südliche Afrika. Das stimme auch, da beides zum Überleben notwendig sei. Jedoch spielen andere Faktoren ebenfalls eine Rolle, wie sie anmerkt: „Dazu gezwungen zu werden, die Schule abzubrechen und zu heiraten, beendet das Leben der Kinder auf eine andere Art und Weise.“ Zudem soll die Studie generell die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Problem lenken, Rudo Kwaramba: „Es scheint, dass dem Wohl der Kinder bei schleichenden Katastrophen wie El Niño zu wenig Priorität beigemessen wird.“

Folgen von El Niño lindern durch Übernahme von Patenschaften:

Weltweit sind nach Angaben von World Vision mindestens 60 Millionen Menschen von den Folgen des El Niño betroffen – die Hälfte davon sind Kinder. In dieser schweren Situation rettet die Patenschaft für ein Kind Leben. Hilfsorganisationen versorgen die Menschen beispielsweise mit Nahrungsmitteln, Wasser und Saatgut. Zudem ermöglichen sie es Kindern, zur Schule zu gehen. Als Pate bei World Vision können Sie ein Kind bereits ab 30 Euro pro Monat unterstützen. Bei UNICEF gibt es keine Patenschaften im herkömmlichen Sinn, jedoch können Sie die Kinder mit einmaligen oder regelmäßigen Spenden unterstützen. Mit einer Kinderpatenschaft bei Plan International, die bei 28 Euro im Monat beginnt, unterstützen Sie nachhaltige Projekte, die zur Verbesserung des Lebensumfelds führen.

Quellen
http://blog.worldvision.de/2016/07/aktueller- report-hunger-und-durst-nach-el-nino- gefaehrden-das-leben-vieler-kinder-in-afrika/
https://www.worldvision.de/_downloads/presse/ PM_Jahres_PK_14.07.2016_Finale%20Version.pdf
https://www.worldvision.de/_downloads/allgemein /WV-Report_El_Nino_Southern_Africa.pdf
http://www.planet-wissen.de/natur/klima/ klimaforschung/ pwieelniodasunheilkommtzuweihnachten100.html

Ihr Kommentar zum Thema

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.