Mädchen: Ein Jahr mehr Schule entspricht 20 % mehr Einkommen

62 Millionen Mädchen gehen weltweit nicht zur Schule

Nelson Mandela sagte „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“, doch leider wird diese Chance vielen Kindern verwehrt. Insbesondere Mädchen sind immer noch benachteiligt im Zugang zu Bildung, so heißt es im neuen Bericht von Plan International mit dem Titel „Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik: Die Bundesregierung auf dem Prüfstand“.

Mit der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet bis zum Jahr 2030 allen Mädchen und Jungen eine kostenlose, hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung zu ermöglichen. Diese Bildungsbereiche sind die Grundlage für alle weiterführenden Bildungsabschnitte, wie die Berufs- und Hochschulbildung. Bisher wurde schon viel erreicht, doch noch immer gehen zurzeit weltweit etwa 62 Millionen Mädchen nicht zur Schule.

Viele Kulturen weltweit feiern den ersten Schultag als einen besonderen Tag im Leben eines Kindes, ist er doch der Beginn einer hoffentlich langen Bildungskarriere. Doch nicht nur der reine Schulbesuch ist wichtig, sondern auch die Qualität des Unterrichts und die Ausstattung der Schule bzw. die Klassenstärke spielt eine Rolle für den erfolgreichen Berufsstart.

Bildung ist Menschenrecht

Bildung ist nicht nur die Grundlage für vieles im Leben, sondern vor allem Menschenrecht. Aus verschiedenen Gründen werden insbesondere Mädchen und Frauen daran gehindert ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. „In Afrika südlich der Sahara sind die Chancen, eine Grundschule zu besuchen, für arme Mädchen am geringsten. So haben etwa in Guinea (Pate werden bei Mama AfrikaPlan International) und Nigeria (Pate werden bei Plan International) über 70 Prozent der Mädchen aus den ärmsten Familien nie eine Schule besucht.“

Häufig sind Kinder-, Früh- und Zwangsheirat ein Grund für die fehlende Schullaufbahn der Mädchen, (70 Millionen Mädchen sind schon verheiratet) dabei sind Mädchen wichtige Multiplikatoren. Hätten alle Mädchen Zugang zu Sekundarschuldbildung, würden Kinder-, Früh- und Zwangsheirat um fast zwei Drittel zurückgehen. Ein weiterer Grund sind frühe Schwangerschaften: so haben 15 Millionen Mädchen letztes Jahr ein Kind geboren. Ein unsicherer Schulweg oder geschlechtsspezifische Gewalt in der Schule können hohe Abbruchraten zur Folge habe. Fehlende oder inadäquate sanitäre Einrichtungen führen oft zu Schulabbruch oder zumindest dazu, dass Mädchen während der Menstruation zuhause bleiben. Scheinbar simple Dinge, wie abschließbare Toiletten, erhöhen Besuchszahlen von Mädchen drastisch.

Ermöglichen Sie einem Mädchen durch eine Patenschaft (zu einer Übersicht für Patenschaft Kind) den Zugang zu Bildung. Mit jedem Jahr, dass ein Mädchen länger zur Grundschule geht, steigert sich durchschnittlich ihr zukünftiges Einkommen um zehn bis 20 Prozent.

Quelle: https://www.plan.de/fileadmin/website/04._Aktuelles/Kampagnen_und_Aktionen/ Plan_International_Maedchenbericht_2016_BIaaG.pdf
https://www.unicef.de/informieren/blog/2014/weltmaedchentag/61114

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