World Vision: Kinderzentren für Flüchtlinge aus dem Sudan

Kinder fliehen vor Bürgerkrieg im Südsudan:

Seit Dezember 2013 herrscht im Südsudan, dem jüngsten Staat Afrikas, ein blutiger Bürgerkrieg, der bis heute zehntausende Opfer verursacht hat. Mehr als 2,5 Millionen Menschen mussten vor den Kämpfen und dem Hunger fliehen – unter ihnen natürlich auch viele Kinder, die ihre Eltern verloren haben.

Eine neue Heimat fanden Tausende dank der Hilfe von World Vision, die gemeinsam mit „Aktion Deutschland Hilft“ geflüchtete Kinder aus dem Südsudan unterstützt. In Adjumani, einer kleinen Stadt an der Grenze vom Südsudan nach Norduganda betreibt World Vision vier Kinderzentren, in welchen die Flüchtlingskinder nicht nur Unterricht erhalten, sondern an den Nachmittagen auch endlich mal wieder Kind sein können.

Ihre Spenden für Kinder machen es möglich, dass diese in eine bessere Zukunft blicken. Und dabei helfen nicht nur lokale Mitarbeiter, sondern vor allem auch südsudanesische Flüchtlinge, die auf diesem Wege etwas zurückgeben möchten. Gemeinsam schaffen die Betreuer eine vertrauensvolle und kreative Atmosphäre, in der die Kinder spielen, lernen und sich erholen können. Natürlich wurden die World Vision Mitarbeiter im Voraus auch darin geschult, wie man mit den teils schwer traumatisierten Kindern umgehen sollte, damit diese – zumindest ein Stück weit – ihr Vertrauen in die Menschheit zurückgewinnen.

Der Hunger ist die größte Bedrohung:

Mit Ihren Spenden konnten für die Kinderzentren nicht nur Schulmaterialien, sondern auch Spielplatz-Zubehör wie Schaukeln oder verschiedene Brettspiele gekauft werden. So haben die Kinder nach dem Unterricht die Möglichkeit, sich mal so richtig und sorgenfrei auszutoben.

Über 7.000 Kinder kommen täglich in die Kinderzentren von World Vision, um zu spielen und zu lernen. Dabei ist es vor allem auch für ältere Geschwister, die ihre Eltern verloren haben und nun die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister übernehmen mussten, eine Wohltat.

Mehr als 14 Flüchtlingslager gibt es mittlerweile rund um Adjumani. Die Flüchtlinge verlassen ihre Heimat aufgrund der Nahrungsknappheit – rund die Hälfte der Einwohner des Südsudans leiden unter Hungersnot. In den Flüchtlingslagern in Norduganda bekommen sie dank Ihrer Spenden und Kinderpatenschaften Nahrung, Zugang zu Trinkwasser und sogar ein kleines Stück Land – für eine bessere Zukunft.

Quellen:

http://blog.worldvision.de/2016/08/ueber-7-000- kinder- kommen-in-unsere-kinderzentren -in-uganda- fluechtlinge-helfen-engagiert/
http://www.rp-online.de/politik/ausland/ suedsudan-der-blutige-konflikt- im-juengsten-staat-der- welt-aid-1.6113673

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