Patengemeinschaft: Positive Entwicklung in Indien

Kinderarmut in Indien – weiterhin ein großes Problem:

Mit 1,3 Milliarden geschätzten Einwohnern scheint Indien eher als ein Kontinent. Das Land ist nicht mit wenigen Sätzen zu beschreiben. Aber es steht leider für eine immense Kinderarmut und entwürdigendem Umgang mit Mädchen und Frauen. Erstarrte Traditionen, soziale Ungerechtigkeit, Korruption lässt Hilfsbereitschaft teilweise im Keim ersticken.

Die 1965 gegründete Patengemeinschaft für hungernde Kinder e.V. mit Sitz in Hamburg trotzt diesen Zuständen und hilft! 34 Heime mit 1800 Kindern und 350 Familien in Südindien werden derzeit mit der Hilfe von Paten aus Deutschland unterstützt.

Während der Flüchtlingsstrom im Frühjahr diesen Jahres sich auf den Weg gen Europa machte, reiste Werner Büttner, zweiter Vorsitzender der Patengemeinschaft, in Vertretung des ersten Vorsitzenden Herbert Weihmann, gen Indien. Denn die Patengemeinschaft lässt es sich nicht nehmen alljährlich die Patenkinder zu besuchen, die Heime zu inspizieren und sich durch die Kassenbücher zu schlagen.

Schon Kleinigkeiten machen indische Patenkinder glücklich

Eine Patin sammelte in ihrem Sportverein Sportgeräte für die Jungen und Mädchen der Heime. Wenn Sie mit Sportgeräten Rollerblades, Skateboards und Mountainbikes in Verbindung bringen, liegen sie falsch. Springseile, Bälle, Volleybälle und Federballspiele können Kinder glücklich machen. Werner Büttner war gerührt als er sah, wie seine Mitbringsel bei den Kindern  Freudensprünge auslösten. „Wenn ich daran denke, wie voll unsere Kinderzimmer sind….werde ich sehr nachdenklich.“

Die Kuh „Amelie“ zum Beispiel war das Spendenergebnis eines Paten aus Ratzeburg, der zu seinem 85 igsten Geburtstag anderen Menschen etwas schenken wollte. Diese Hilfe zum Lebensunterhalt bedeutet für diese Familie 7 bis 8 Liter Milch pro Tag. Jeder verkaufte Liter trägt mit 40 Rupien zum Überleben dieser Menschen bei.

Deutliche Verbesserung der Gesetzeslage hilft Kindern

Eine Verbesserung der Kinderrechte wurde bereits im Jahr 2000 von der UNO gefordert. 2006 wurde dieses Gesetz namens „Juvenile Justice Act“ geschrieben, 2011 überarbeitet. Behörden sind mit Übereifer am Werk um diesem Gesetz folge zu leisten. Es geht vorrangig um die Aufstockung von mehr qualifiziertem Personal. Ein Protest von über 2000 Kinderheimen im Bundesstaat Kerala war die Folge, denn übergroße Forderungen und bürokratische Auflagen sind zu erwarten.  Die Patengemeinschaft wird nach dem Motto „Es wird nichts so schlimm wie wir es befürchten und nichts so einfach wie wir es erhoffen,“ die Arbeit fortsetzten. Eine gute Arbeitsqualität und ein guter kindgerechter Zustand der Heime ist seitens der Patengemeinschaft der zu erhaltende Anspruch und wird alljährlich vor Ort bewertet.

In Indien sind noch eine ganze Reihe von anderen Organisationen tätig, z.B. Plan International. Alle Organisationen für eine Patenschaft in Asien und die insgesamt besten Organisationen für eine Kinderpatenschaft finden Sie mit einem Klick auf die Links.

Quellen: www.patengemeinschaft.de/seiten/aktuell.htm, www.patengemeinschaft.de/seiten/indien/einleitung, www.patengemeinschaft.de/seiten/presse.htm, www.patengemeinschaft.de/seiten/verein.htm und www.pixabay (Bild).

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