Unicef warnt: Situation in Aleppo für Kinder lebensbedrohlich

Dr. Hamza al-Khatib: Kinder in Aleppo seit Tagen ohne Wasser

Seit mehr als einer Woche ist das syrische Aleppo von der Wasserversorgung abgeschnitten. Zwei Millionen Menschen harren während der Hitzewelle in der umkämpften Stadt aus. Für Familien mit Kindern hatte sich die Situation in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert. UNICEF mahnt zu sofortiger Hilfe.

Im Kriegsgebiet rund um Aleppo bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an. Während im Osten der Stadt Rebellen das Gebiet besetzt halten, finden immer wieder Luftschläge gegen vermutete IS-Stellungen statt. Neben der Hitzewelle, die in dieser Woche über 40 Grad erreichen soll, und dem fehlenden Wasser, leiden Mütter und Kinder ebenfalls unter dem Fehlen jeglicher medizinischer Versorgung. Im April 2016 hatte der letzte Kinderarzt Aleppos, Dr. Muhammad Maaz, zusammen mit mehreren seiner Kollegen und Patienten, in der Klinik im Bezirk Sukkari während eines Angriffs sein Leben verloren.

Nach Angaben von Dr. Hamza al-Khatib, einem der letzten verbliebenen Mediziner der Stadt, versorgen im Osten der Stadt aktuell 35 Ärzte bis zu 300.000 Menschen, viele von ihnen Kinder. Er hatte sich mit einem offenen Brief an Angela Merkel gewandt und um sofortige Hilfe gebeten.

UNICEF unterstützt vor Ort mit Spenden für Aleppo – jetzt helfen:

Das UNO-Hilfswerk UNICEF schlägt seit vielen Monaten Alarm und fordert gemeinsam mit der UN eine Feuerpause, in der das umkämpfte Aleppo mit medizinischen Gütern, Wasser und Grundnahrungsmitteln versorgt werden kann. Spender und Paten sind gefragt, über den Spendenshop nach den eigenen Möglichkeiten auch Hilfsgüter für die Kriegsregion zu stiften. Da ein Großteil der syrischen Bevölkerung seit mehreren Jahren auf der Flucht ist und viele Kinder in Flüchtlingscamps aufwachsen, kann eine Patenschaft für ein Kind in Syrien bei UNICEF nur ganz allgemein übernommen werden. UNICEF errichtet von den Spendengeldern provisorische Schulen und sichert die gesundheitliche Versorgung in den Camps. Paten, welche außerdem in akuten Notfällen wie der aktuellen Lage in Aleppo helfen wollen, können mit dem Betreff „Nothilfe Syrienkrise“ spenden.

Direkt in Syrien vor Ort aktiv ist das Kinderhilfswerk Noah, dass sogar ausschließlich dort Patenkinder unterstützt.

Quelle:
http://www.unicef.de
http://www.bild.de/politik/ausland/ syrien-krise/aleppo-arzt-47217480.bild.html
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons /b/b5/Refugee_children_from_ Syria_at_a_clinic_in_Ramtha,_ northern_Jordan_(9613477263).jpg

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