UNICEF veröffentlicht Bericht zur Lage von Flüchtlingskindern

Kinder leiden besonders stark unter der Flucht:

Weltweit sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht – jeder zweite von ihnen ist ein Kind oder Jugendlicher. Sie flüchten vor Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder Hungersnöten. Am 5. Juli 2015 veröffentlichte UNICEF seinen Report 2016, der die schwierige Situation von Flüchtlingskindern beleuchtet. Darin stellt UNICEF fest, dass Kinder besonders stark unter den Folgen von Krisen, Konflikten und Naturkatastrophe leiden müssen.

Es sind heute so viele Kinder betroffen, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Der UNICEF-Bericht besagt unter anderem, dass 2015 in Konfliktregionen 16 Millionen Kinder geboren wurden. 75 Millionen Kinder, die zwischen drei und 18 Jahren alt sind, können keinen Kindergarten bzw. keine Schule besuchen. UNICEF registrierte zudem allein im letzten Jahr über 1.500 schwerste Kinderrechtsverletzungen in Syrien.

Ob Syrien, Nigeria oder Südsudan: In Krisengebieten und auf der Flucht machen Millionen Kinder traumatische Erfahrungen. Ihre Grundrechte werden oft missachtet: Sie haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, werden medizinisch unzureichend versorgt und müssen oft hart arbeiten, um ihre Familie zu unterstützen. UNICEF versucht, diesen Kindern zu helfen und ihnen etwas Normalität zu bieten.

Jetzt Kindern helfen mit Ihrer regelmäßigen Spende:

Paten bei UNICEF helfen Flüchtlingskindern und Kindern, die in Kriegs- und Krisengebieten aufwachsen: Mit den Spenden werden beispielsweise Impfungen und Bildungsangebote wie Schulbücher oder Selbstlernkurse für Zuhause finanziert. Zudem behandelt UNICEF Kinder mit akuter schwerer Mangelernährung. In Jordanien, Irak und Libanon versorgte die Hilfsorganisation bisher über eine Millionen Flüchtlinge mit Trinkwasser und in Syrien installierte sie zahlreiche Systeme zur Wasserversorgung. In Flüchtlingslagern organisiert UNICEF beispielsweise Fußballturniere und Theatergruppen, um die Kleinen zu beschäftigen und abzulenken. Entlang der Fluchtroute nach Europa richtet UNICEF sogenannte „kinderfreundliche Orte“ ein. Dabei handelt es sich um Zelte, in denen Kinder Ruhe, Ablenkung und Zuflucht finden. Hier können sie malen und spielen, sich ausruhen oder mit geschulten Helfern über ihre Probleme sprechen.

Bei UNICEF ist es zwar nicht möglich, ein spezielles Patenkind oder Land auszuwählen, das man fördern möchte, jedoch kommen die Spenden zu 77% direkt bedürftigen Kindern zu Gute. Im Patenvergleich 2016 wurde UNICEF zur zweiterfahrensten Organisation für die Übernahme einer Kinderpatenschaft gewählt.

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